Endlich Durchblick: Frühjahrsputz für Versicherungen und Finanzen

Endlich Durchblick:  Frühjahrsputz für Versicherungen und Finanzen

 „Hast Du schon gründlich?“ Im zeitigen Frühjahr trieb diese Frage früher insbesondere Hausfrauen um, Mütter gaben sie an ihre Töchter weiter. Gründlich stand für den großen Frühjahrsputz, der die Wohnung und alles, was darin war, blitzblank machen sollte „Denn nur was richtig sauber ist, kann richtig glänzen“, verkündete die Putzmittelwerbung. Die Zeiten haben sich geändert. Heute werden die Lasten im Haushalt meist auf mehrere Schultern verteilt.

Geblieben ist die Einsicht, dass mindestens einmal im Jahr Großreinemachen angesagt ist. Im übertragenen Sinn gilt dies für viele Lebensbereiche. Auch Finanzen und Versicherungen brauchen eine Frühjahrskur. Sie sollten regelmäßig entstaubt und bei Bedarf auf den neuesten Stand gebracht werden. Denn Versicherungsgesellschaften, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, verbessern ihre Tarife laufend. Davon profitiert aber nur, wer seinen Vertrag von Zeit zu Zeit aktualisiert. Das muss nicht mal teurer werden. Oft bietet eine neue Police besseren Schutz zum selben oder sogar niedrigeren Preis als der alte Tarif. Veränderte steuerliche Rahmenbedingungen und neue Höchstbeträge können zudem den finanziellen Spielraum für Vorsorge erweitern.

Entspricht der Leistungsumfang meiner Verträge noch meinem Bedarf? Und reicht die Summe meiner Hausratversicherung, wenn ich mir neue Möbel zugelegt habe? Wie bin ich im Internet geschützt? Und ab wann braucht meine Tochter während ihres Studiums eigentlich einen eigenen Versicherungsschutz? Auch ein Geburtstag kann sich rechnen: Viele Versicherer räumen Kunden ab 60 Jahren Rabatte ein, allerdings nicht in allen Sparten. Das geschieht aber nicht automatisch, sondern erfordert aktives Handeln. Schieben Sie Ihren Frühjahrsputz also nicht auf die lange Bank und sorgen Sie auch bei Versicherungen und Finanzen für Durchblick. Wir unterstützen Sie gern.


Langfinger auf dem Vormarsch Schützen Sie Ihr Heim vor Einbrechern

Langfinger auf dem Vormarsch Schützen Sie Ihr Heim vor Einbrechern

Der Trend ist alarmierend: Zwischen 2008 und 2015 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland um rund 50 Prozent. Diese Entwicklung hat die Bundesregierung auf den Plan gerufen. Eigentümer und Mieter bekommen seit 2016 für Maßnahmen zum Einbruchschutz finanzielle Unterstützung. Die Nachfrage war so groß, dass der Etat schnell aufgezehrt war. Für 2017 wurden jetzt weitere Mittel bewilligt. Über die Vergabe entscheidet die staatliche Förderbank KfW.

Im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen / 159" gibt es zinsgünstige Kredite für Baumaßnahmen zur Einbruchprävention. An Umbaukosten mit einem Volumen zwischen 2.000 und 15.000 Euro beteiligt sich die KfW-Förderbank mit zehn Prozent (Zuschuss 455). Förderfähig sind Materialkosten und Handwerkerleistungen von Fachbetrieben. Eigenleistung und Planungskosten fallen also nicht darunter. Ebenfalls wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme über das KfW-Zuschussportal gestellt werden.

Gefördert wird zum Beispiel der Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren, Türspionen, Nachrüstsystemen für Türen und Fenster oder Alarmanlagen. Mieter, die Förderung beantragen wollen, brauchen die Zustimmung ihres Vermieters für die Umbaumaßnahme. Praktische Tipps zur Einbruchverhütung gibt´s bei der Polizei – im Internet ebenso wie in regionalen Beratungsstellen.

Vor den finanziellen Folgen eines Einbruchs schützt die Hausratversicherung, zumindest wenn die vereinbarte Versicherungssumme noch ausreicht. Sie sollte deshalb von Zeit zu Zeit überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Als nützlich erweist sich eine Liste, in der das gesamte Inventar aufgeführt ist. Sie hilft bei der Ermittlung der Versicherungssumme ebenso wie im Schadenfall. Kaufbelege und Fotos von besonders wertvollen Gegenständen sollten möglichst außerhalb der eigenen Wohnung verwahrt sein.


Was hilft: Rauchmelder retten Leben

Was hilft: Rauchmelder retten Leben

Es war ein Sonnabendmittag im November, als die Feuerwehr von Heiligenhaus zu einem Brand im 7. Stockwerk eines Hochhauses ausrücken musste. Von außen war zunächst nichts Verdächtiges zu entdecken. Auf eindringliches Klopfen und Klingeln hin öffnete der Mieter schließlich seine Wohnungstür. Er hatte sein Essen auf dem Herd vergessen und war darüber eingeschlafen. Mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurde er ins Krankenhaus gebracht, das er nach kurzer Zeit wieder verlassen konnte. Noch einmal Glück gehabt. Für die glückliche Rettung musste sich kein Schutzengel auf den Weg machen. Ein simpler Rauchmelder hatte mit seinem Alarm einen Nachbarn veranlasst, die Feuerwehr zu alarmieren.

Rauchmelder retten Leben – nicht nur in Heiligenhaus. In Deutschland sind sie in den meisten Bundesländern Vorschrift. Ende des Jahres läuft in Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland die Nachrüstfrist für Rauchmelder im Wohnungsbestand ab. Als letztes Bundesland macht Berlin zum 1. Januar 2017 bei Neubauten den Einbau zur Pflicht. Zuständig ist meistens der Eigentümer oder Vermieter. Nur in Mecklenburg-Vorpommern tragen die „Besitzer“ und damit auch Mieter die Verantwortung. In den anderen Bundesländern müssen Vermieter oft auch sicherstellen, dass Rauchmelder jederzeit betriebsbereit sind.

Manchmal können Rauchmelder auch den Versicherungsschutz retten. Denn bei einem Verstoß gegen die jeweilige Landesbauordnung müssen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung für Feuerschäden nicht immer in voller Höhe leisten. Noch hätten Versicherer von dieser Regelung keinen Gebrauch gemacht, sagt der zuständige Verband GDV. Für die Zukunft aber bietet das keine Garantie. Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Vertrag, der auch bei grob fahrlässiger Missachtung von Sicherheitsvorschriften zahlt.


Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Jeder zweite Deutsche hat Angst, im Alter zum Pflegefall zu werden. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet, denn im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, irgendwann auf Hilfe angewiesen zu sein. Im zurückliegenden Jahr erhielten mehr als 2,6 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. In diesem Jahr dürften es noch deutlich mehr werden, denn zum Jahreswechsel ist das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in Kraft getreten. Es vergrößert den Kreis der Anspruchsberechtigten. Während bislang nur Menschen mit körperlichen Gebrechen als pflegebedürftig eingestuft wurden, haben ab 2017 auch Hilfebedürftige mit geistigen und psychischen Problemen Anspruch auf Leistungen. Das kommt insbesondere Demenzkranken und ihren Angehörigen zugute.

Wie hoch die Leistung ist, hängt jetzt davon ab, wie viel Hilfe jemand benötigt. Der Hilfebedarf wird in fünf Pflegegraden bewertet. Sie lösen die bisherigen drei Pflegestufen ab. Die Überleitung erfolgt automatisch, ohne erneuten Antrag oder ein neues Gutachten. Zudem soll niemand, der bereits Pflegeleistungen bezieht, durch die Neuregelung schlechter gestellt werden, verspricht der Gesetzgeber. Für Pflegebedürftige, die erst nach dem 1.1.2017 Pflegeleistungen beantragen, gilt das allerdings nicht in jedem Fall.

Zur Finanzierung steigt der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte. Er beträgt jetzt 2,55 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Kinderlose zahlen 0,25 Prozentpunkte mehr. Zur Erinnerung: Als die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahr 1995 eingeführt wurde, lag der Beitragssatz gerade mal bei einem Prozent. Trotz steigender Beiträge bietet sie nur eine Grundversorgung. Die tatsächlichen Pflegekosten sind oft deutlich höher. Wie die Bertelsmannstiftung ermittelt hat, kostet professionelle Pflege je nach Region zwischen 88 Euro (Jerichower Land und Zwickau) und 153 Euro täglich (Krefeld und Köln).

 Wer nicht allein auf staatliche Leistungen angewiesen sein will, sollte privat vorsorgen, zum Beispiel mit einer zusätzlichen Pflegerente oder einem Pflegetagegeld. Hier gilt: Je früher der Vertrag zustande kommt, umso niedriger der Beitrag. In einigen Fällen beteiligt sich sogar der Staat, wenn auch nur mit 60 Euro im Jahr.

 


Hier sind wir zu finden


 
Schließen
loading

Video wird geladen...