Nicht nur zur Fußball-WM: Clever wie die Profis

Nicht nur zur Fußball-WM: Clever wie die Profis

Spätestens am 14. Juni heißt es wieder: Das Runde muss ins Eckige. Dann beginnt die Endrunde der 21. Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. 32 Teams gehen an den Start. Fußball ist nicht nur eine Leidenschaft, sondern auch ein gigantischer Markt. Bei den zwölf Stadien summieren sich allein die Kosten für Neubau und Renovierung auf mehr als fünf Milliarden Euro. Auch die Teams haben einen beträchtlichen Wert. Als teuerste Nationalmannschaft gelten die Spanier mit 679 Millionen Euro. Immerhin sieben Spieler des Kaders sind für 40 Millionen Euro oder mehr gut. Auf dem zweiten Platz folgt die deutsche Auswahl. Sie bringt es auf rund 520 Millionen Euro.

Aber auch bei Vereinsmannschaften kommen schon beachtliche Summen zustande. Da ist es keine Überraschung, wenn Fußballprofis in der Regel gut versichert sind. Schließlich hat ein verletzter Spieler gleich doppeltes Pech: Fällt er länger als sechs Wochen aus, kappt sein Klub in der Regel das Gehalt. Kenner der Szene wie der ehemalige HSV-Spieler Ditmar Jakobs gehen davon aus, dass neun von zehn Profis eine Invaliditätsversicherung abgeschlossen haben. Die Versicherungssumme kann das Vier- und Fünffache eines Jahresgehaltes betragen. Eine Sport-Tagegeldversicherung zahlt überdies ab der siebten Krankheitswoche für jeden Krankheitstag einen festgelegten Betrag.

Unser Tipp: Machen Sie es wie die Profis und schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen eines Unfalls oder einer langwierigen Erkrankung. Schließlich haben auch Couch-Kicker ein Recht auf guten Versicherungsschutz. Wir wissen, auf was es dabei ankommt.


Bock auf Bike? Dann schützen Sie Ihr Fahrrad

Bock auf Bike? Dann schützen Sie Ihr Fahrrad

Fahrräder sind im Trend – auch bei Dieben. Im Jahr 2016 haben rund 332.000 Fahrräder unfreiwillig einen neuen Besitzer gefunden. Das kann im Einzelfall richtig ins Geld gehen, denn Fahrräder haben sich längst zu Luxusgegenständen mit hohem Prestigefaktor entwickelt. Für ein qualitativ gutes bis sehr gutes Bike (ohne Zusatzmotor) werden zwischen 700 und 1500 Euro aufgerufen. Besondere Marken oder eine besonders leichte Sportausstattung können leicht ein Vielfaches kosten. Es muss ja nicht gleich ein Lamborghini-Bike sein. Dafür werden in einer limitierten Auflage mindestens 20.000 US-Dollar verlangt, umgerechnet rund 17.000 Euro.

Im Frühjahr haben Fahrraddiebstähle Konjunktur. 44 Prozent aller Diebstähle passieren zwischen Mai und August. Das Risiko ist in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin besonders hoch. Am niedrigsten liegt die Quote übrigens im Saarland, gefolgt von Rheinland-Pfalz.

Wird das Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen, übernimmt die Haus­rat­ver­si­che­rung den Schaden, manchmal aber nur bis zu einer Grenze von 500 oder 1.000 Euro. Hier lohnt ein Blick in die Bedingungen. Ebenfalls in den Bedingungen ist geregelt, ob Versicherungsschutz auch außerhalb geschlossener Räume besteht, zum Beispiel auf der Straße. Von den insgesamt 26 Millionen Hausratverträgen enthalten gut 40 Prozent die Fahrradklausel. Voraussetzung für den Schutz ist allerdings, dass das Fahrrad mit einem eigenständigen Fahrradschloss gesichert war. Ein einfaches Rahmenschloss reicht nicht. Manche älteren Verträge bieten zudem nur Schutz für die Zeit von 6 bis 22 Uhr.

Für teure Räder kann sich im Einzelfall eine spezielle Fahrradversicherung lohnen. Hier sind zum Beispiel auch Reparaturkosten oder Leistungen bei einem Unfall enthalten. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC empfiehlt, gerade wertvollere Fahrräder zu kodieren. Das erschwere den Wiederverkauf und könne Diebe abschrecken. Weitere Tipps rund ums Fahrrad gibt es im Internet beim adfc.


Freie Fahrt für Dashcams? Ja, aber…

Freie Fahrt für Dashcams? Ja, aber…

Dieses Urteil sorgt für Aufsehen: Aufnahmen von Minikameras, so genannten Dashcams, dürfen als Beweismittel vor Gericht verwendet werden. Das hat der Bundesgerichtshof am 15. Mai 2018 entschieden. Bedenken wegen des Datenschutzes seien im Zweifel nachranging.
Damit hatte die Revision eines Autofahrers aus Sachsen-Anhalt Erfolg. Er wollte seine Unschuld an einem Unfall mit Aufzeichnungen seiner Dashcam beweisen, fand aber weder beim Amts- noch beim Landgericht Gehör. Erst der Bundesgerichtshof akzeptierte seinen Beweis. Das Urteil ist allerdings kein Freibrief für automatische Videos. Permanente Aufzeichnungen blieben nach wie vor unzulässig, urteilte das höchste deutsche Gericht. Diese Unzulässigkeit führe aber nicht dazu, dass die Bilder in Zivilprozessen nicht verwertet werden dürften. Es komme vielmehr auf die Abwägung im Einzelfall an.

Aufzeichnungen können auch in Zukunft mit einem Bußgeld geahndet werden. Der gesetzlich festgelegte Bußgeldrahmen beträgt bis zu 300.000 Euro. Das gilt aber nicht, wenn die Aufnahmen den rein privaten Bereich nicht verlassen und regelmäßig überschrieben werden. Alternativ kann eine Notfall-Aufnahme-Funktion dafür sorgen, dass die Kamera nur situationsbezogen aktiviert wird, zum Beispiel bei einer Vollbremsung.

Noch sind in Deutschland nicht einmal zehn Prozent aller Pkw mit einer Dashcam ausgestattet. Das Urteil dürfte Herstellern aber einen Nachfrageschub bescheren. Sie hoffen jetzt, dass bald in jedem Fahrzeug eine Videokamera an Bord ist. Bislang zeigt sich der Versichererverband GDV in Sachen Dashcam aufgeschlossen. Es sei davon auszugehen, dass die Autoversicherer künftig Dashcam-Aufnahmen nutzen werden, um die Aufklärung von Unfällen zu erleichtern.


Der schönste Tag im Leben – und was kommt danach?

Der schönste Tag im Leben – und was kommt danach?

Topfpflanzen, Feigentorte und Bretzel-Bar – glaubt man einer Frauenzeitschrift, sind das 2018 wichtige Trends für eine gelungene Hochzeitsfeier. Das champagnerfarbene Brautkleid hochgeschlossen, die Braut mit lässiger Hochsteckfrisur, die unvergessliche Feier im perfekten Ambiente – für den hoffentlich schönsten Tag im Leben scheuen Brautpaare hierzulande offenbar weder Kosten noch Mühen.

Als Planungshilfen gibt es Hochzeits-Checklisten en masse. Aber was passiert eigentlich danach? Im Märchen heißt es so einfach: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Doch im richtigen Leben verändert sich einiges, angefangen bei der Steuerklasse über Unterhaltspflichten bis hin zu Konsequenzen auf den Versicherungsschutz.

Unsere Hochzeits-Checkliste für die Zeit danach:

  • Versicherungen zusammenlegen: Das gilt, falls noch nicht geschehen, für die private Haft­pflichtversicherung ebenso wie die Haus­rat­ver­si­che­rung (wenn Haushalte zusammengelegt werden). In der Rechts­schutz­ver­si­che­rung gibt es oft günstige Familientarife. 
  • Kranken­ver­si­che­rung: Hier entsteht häufig Beratungsbedarf, z. B. in Bezug auf Beihilfevorschriften für Beamte, Ehegatten-Nachversicherung in der privaten Kranken­ver­si­che­rung oder die Mitversicherung von Ehepartnern oder Kindern. 
  • Bezugsrechte und Kontovollmachten anpassen.
  • Bei Namensänderung: Ausweisdokumente aktualisieren ( auch Fahrzeugpapiere), Vertragspartner informieren (Arbeitgeber, Krankenkasse, Bank, Versicherung, Telefonanbieter, Kundenkarten …) 
  • Steuerklasse prüfen: Ist nur ein Partner berufstätig oder der Einkommensunterschied groß, lohnt sich das Ehegattensplitting. Hier wählt der Partner mit den höheren Einkünften Klasse 3 und der andere Steuerklasse 5. Aber Vorsicht: Sind Veränderungen der Lebenssituation absehbar, zum Beispiel durch Nachwuchs oder Arbeitslosigkeit, sollten die Auswirkungen der Steuerklasse auf Elterngeld, Arbeitslosengeld oder andere Leistungen bedacht werden.
  • Gegenseitig absichern: Am besten mit einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung. Die zahlt, falls dem Partner etwas zustößt. Aus steuerlichen Gründen können Überkreuz-Verträge sinnvoll sein. Hier ver­sichern sich die Partner gegenseitig. 
  • Zum Schutz des gemeinsamen Haushaltseinkommens eigene Arbeitskraft ver­sichern, zum Beispiel mit einer Berufs­unfähig­keitsversicherung.
  • Erhöhungsoptionen nutzen: Manche Lebensversicherungen können nach einer Hochzeit ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden. 

Berufsunfähig: Wenn nichts mehr geht

Berufsunfähig:  Wenn nichts mehr geht

Die Beschäftigung boomt. Noch nie gab es in Deutschland so viele Berufstätige wie heute – 43,4 Millionen. Gerade qualifizierte Arbeitnehmer haben gute Karten. Ihr Einkommen steigt, und wenn sie den Job wechseln wollen, haben sie häufig die Wahl unter mehreren attraktiven Angeboten. Und wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt? Die gesetzliche Rentenversicherung zeigt sich in diesen Fällen k... [ mehr ]


Kredite

Kredite

Konsumkredit, Autokredit, Darlehen für Bauherrn
Jeder Kredit ist ein Darlehen, das Sie in Raten zurückzahlen. Bevor die Bank Ihrem Kreditantrag zustimmt, prüft sie Ihre finanzielle Bonität. Bei größeren Darlehen fordert die Bank Sicherheiten. Kleinere Ratenkredite werden ohne dingliche Sicherung vergeben, stattdessen wird häufig eine Gehaltsabtretung verlangt.

Beim Autokredit bleibt das Fahrzeug im Eigentum der Bank, bis Sie den Kredit voll abgetragen haben. Der Kreditgeber eines Hypothekendarlehens behält sich das Pfandrecht an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vor, bis Sie Darlehen und Zinsen vollständig zurückzahlen.

Beim Kredit­ver­gleich zählt der Effektivzins
Zusätzlich zum Nennzins fallen bei Krediten oft weitere Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Ausgabeaufschläge an. Jeder Kreditanbieter muss deshalb einen Effektivzins ausweisen, der alle Zusatzkosten enthält. Vergleichen Sie die Kreditangebote anhand dieses Effektivzins.

Restschuldversicherung möglichst vermeiden
Wenn Sie eine Restschuldversicherung abschließen, ist die Rückzahlung ihres Kredits gesichert, falls Sie während der Laufzeit zahlungsunfähig werden. Eine Restschuldversicherung verteuert den Kredit allerdings kräftig.


Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Jeder zweite Deutsche hat Angst, im Alter zum Pflegefall zu werden. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet, denn im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, irgendwann auf Hilfe angewiesen zu sein. Im zurückliegenden Jahr erhielten mehr als 2,6 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflege­ver­si­che­rung. In diesem Jahr dürften es noch deutlich mehr werden, denn zum Jahreswechsel ist das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in Kraft getreten. Es vergrößert den Kreis der Anspruchsberechtigten. Während bislang nur Menschen mit körperlichen Gebrechen als pflegebedürftig eingestuft wurden, haben ab 2017 auch Hilfebedürftige mit geistigen und psychischen Problemen Anspruch auf Leistungen. Das kommt insbesondere Demenzkranken und ihren Angehörigen zugute.

Wie hoch die Leistung ist, hängt jetzt davon ab, wie viel Hilfe jemand benötigt. Der Hilfebedarf wird in fünf Pflegegraden bewertet. Sie lösen die bisherigen drei Pflegestufen ab. Die Überleitung erfolgt automatisch, ohne erneuten Antrag oder ein neues Gutachten. Zudem soll niemand, der bereits Pflegeleistungen bezieht, durch die Neuregelung schlechter gestellt werden, verspricht der Gesetzgeber. Für Pflegebedürftige, die erst nach dem 1.1.2017 Pflegeleistungen beantragen, gilt das allerdings nicht in jedem Fall.

Zur Finanzierung steigt der Beitragssatz für die gesetzliche Pflege­ver­si­che­rung um 0,2 Prozentpunkte. Er beträgt jetzt 2,55 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Kinderlose zahlen 0,25 Prozentpunkte mehr. Zur Erinnerung: Als die gesetzliche Pflege­ver­si­che­rung im Jahr 1995 eingeführt wurde, lag der Beitragssatz gerade mal bei einem Prozent. Trotz steigender Beiträge bietet sie nur eine Grundversorgung. Die tatsächlichen Pflegekosten sind oft deutlich höher. Wie die Bertelsmannstiftung ermittelt hat, kostet professionelle Pflege je nach Region zwischen 88 Euro (Jerichower Land und Zwickau) und 153 Euro täglich (Krefeld und Köln).

 Wer nicht allein auf staatliche Leistungen angewiesen sein will, sollte privat vorsorgen, zum Beispiel mit einer zusätzlichen Pfle­ge­ren­te oder einem Pflegetagegeld. Hier gilt: Je früher der Vertrag zustande kommt, umso niedriger der Beitrag. In einigen Fällen beteiligt sich sogar der Staat, wenn auch nur mit 60 Euro im Jahr.

 


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