Nebenkostenabrechnung: Das sollten Sie wissen

Nebenkostenabrechnung: Das sollten Sie wissen

Die gute Nachricht zuerst: Wenn der Vermieter für das Jahr 2017 noch keine Nebenkostenabrechnung erstellt hat, ist es jetzt zu spät dafür. Mietnebenkosten müssen innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Betrachtungszeitraums abgerechnet werden. Wer bereits eine Abrechnung erhalten hat, sollten die Positionen in Ruhe prüfen. Denn Untersuchungen zeigen: Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist fehlerhaft.
Vermieter dürfen nur Kosten geltend machen, die per Mietvertrag vereinbart wurden. Allerdings reicht es aus, wenn dort auf die umlagefähigen Nebenkosten verwiesen wird. Dazu zählen Kosten für Heizung und Warmwasser, Abwasser, Grundsteuer und Versicherung, Straßenreinigung, Gartenpflege oder Hausmeister. Unter „sonstige Betriebskosten“ fällt zum Beispiel die Wartung von Rauchmeldern oder das Reinigen der Dachrinne. Auch diese Kosten sind umlagefähig. Ausgaben für Instandhaltung der Immobilie fallen allerdings nicht darunter.
Die Nebenkostenabrechnung muss immer schriftlich erstellt werden. Der Abrechnungszeitraum darf nicht mehr als zwölf Monate betragen, kann aber kürzer sein. Als Verteilerschlüssel greift, was im Mietvertrag vereinbart wurde, ob Wohnfläche, Anzahl der Per­sonen, Wohneinheiten oder tatsächlicher Verbrauch. Wurde nichts geregelt, gilt die Wohnfläche. Es kann sich lohnen, selbst einmal nachzumessen, denn nicht selten weist der Mietvertrag eine zu große Wohnfläche aus.
Sie sind mit der Nebenkostenabrechnung nicht einverstanden? Begleichen Sie Nachforderungen trotzdem zumindest anteilig. Andernfalls riskieren Sie, in Zahlungsverzug zu geraten. Weigert sich der Vermieter, Fehler zu korrigieren, sollten Sie einen Rechtsbeistand einschalten. Gut beraten ist, wer eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung mit Mietrechtsschutz abgeschlossen hat. Sie sorgt dafür, dass Sie nicht nur Recht haben, sondern auch bekommen.


Gute Vorsätze: Fit ins neue Jahr

Gute Vorsätze: Fit ins neue Jahr

Kaum ist Weihnachten vorbei, stellt sich ein schlechtes Gewissen ein. Zu viele Süßigkeiten, aber zu wenig Bewegung. Viele nehmen den Jahreswechsel zum Anlass, gute Vorsätze zu fassen. Häufig steht dabei Gesundheit im Mittelpunkt. Scheitert das Vorhaben, ist der Frust meistens groß. Deswegen ist es sinnvoll, sich Verbündete zu suchen, ob Kollegen, beim Lauftreff, Nachbarn für den Spaziergang oder Freunde zum Tennisspielen. Auch Krankenkassen erweisen sich als nützliche Unterstützer. Dafür gibt es gute Gründe.

 

Gesetzliche Krankenversicherer müssen jeden Antragsteller aufnehmen. Anders als die private Kranken­ver­si­che­rung dürfen sie niemanden aufgrund seines Gesundheitszustandes ablehnen oder zumindest Beitragszuschläge erheben. Deswegen haben sie großes Interesse daran, dass ihre Versicherten gesund bleiben und fördern gesundheitsbewusstes Verhalten mit Bonusprogrammen. Vor dem Beginn müssen sich Versicherte in aller Regel anmelden und erhalten ein Bonusheft, mit dem sie Punkte bzw. Nachweise sammeln.

 

Der Bonus ist ein willkommener Anreiz, mehr für die eigene Gesundheit zu unternehmen, zum Beispiel Training im Fitnessstudios, die Teilnahme an einer Laufgruppe, eine Ernährungsberatung oder andere Maßnahmen für mehr Fitness. Nicht nur sportliche Aktivitäten werden per Bonus gefördert – auch für Vorsorgeuntersuchungen, professionelle Zahnreinigung, die Teilnahme an einem Nichtraucherkurs oder Grippevorsorge kann es Punkte geben. Allerdings verfallen Bonuspunkte bei manchen Krankenkassen schon nach einem Jahr. Es lohnt sich also immer, die Bedingungen genau zu lesen oder im Zweifel bei der Krankenkasse nachzufragen.

 

Bis zu 600 Euro kann der jährliche Bonus betragen. Allerdings sind die meisten Kassen nicht ganz so spendabel und lassen zwischen 200 und 300 Euro springen. Auch die Hürden sind unterschiedlich hoch: Manche Kasse zahlt schon für eine einzelne Maßnahme, während andere eine Mindestpunktzahl zur Voraussetzung für Leistungen machen. Als Alternative zur Barauszahlung kann ein Guthaben angespart werden, das zum Beispiel für medizinische Leistungen, die Mitgliedschaft in einem Fitnessclub oder eine modische Brille verwendet wird. Über die Qualität einer Krankenkasse entscheidet allerdings nicht nur das Bonusprogramm. Das Gesamtprogramm muss stimmen. Ich zeige Ihnen gern, worauf es ankommt.


Jetzt aber schnell: Checkliste zum Jahresende

Jetzt aber schnell: Checkliste zum Jahresende

Auf einmal rennt die Zeit. Nach einem schier endlosen Sommer steht auf einmal schon Silvester vor der Tür. Was Sie bis dahin in Sachen Steuern und Versicherungen noch erledigen sollten, erfahren Sie hier:

  • Rechnungen sammeln. Für „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wie Klempner, Maler oder Gartenpflege können Sie 20 Prozent der Lohnkosten, höchstens 4.000 Euro im Jahr, von der Steuer absetzen. Bedingung: Die Rechnung wurde über ein Konto bezahlt. 
  • Haben Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag für Erträge aus Kapitalvermögen erteilt? Falls nicht, sollten Sie das schnellstens nachholen (801 Euro/Ehepaare 1.602 Euro). 
  • Steuerklasse prüfen. Der Wechsel ist einmal pro Jahr möglich. Das Formular gibt’s beim Bundesfinanzministerium online unter https://www.formulare-bfinv.de/
  • Gesetzlich krankenversichert? Wir beraten Sie, ob ein Kassenwechsel oder der Umstieg in die Private Kranken­ver­si­che­rung sinnvoll ist. 
  • Beiträge für eine private Basisrente senken Ihre persönliche Steuerlast, ebenso wie Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung.
  • Sichern Sie sich bis zum Jahresende Riester-Zulagen, Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmer-Sparzulagen für die Vorjahre. 
  • Ihre berufliche Situation ändert sich und das zu versteuerndes Einkommen wird nächstes Jahr niedriger sein als heute (weniger Arbeitszeit oder Arbeitslosigkeit, Elterngeld, geringere Boni …)? Dann kann es sich rechnen, für das nächste Jahr geplante Ausgaben auf 2018 vorzuziehen, zum Beispiel für Arbeitsmittel und Krankheitskosten.
  • Denken Sie auch an andere und spenden Sie für einen guten Zweck. Damit können Sie Not lindern, eine Freude bereiten und sogar Steuern sparen.

Berufsunfähig: Wenn nichts mehr geht

Berufsunfähig:  Wenn nichts mehr geht

Die Beschäftigung boomt. Noch nie gab es in Deutschland so viele Berufstätige wie heute – 43,4 Millionen. Gerade qualifizierte Arbeitnehmer haben gute Karten. Ihr Einkommen steigt, und wenn sie den Job wechseln wollen, haben sie häufig die Wahl unter mehreren attraktiven Angeboten. Und wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt? Die gesetzliche Rentenversicherung zeigt sich in diesen Fällen k... [ mehr ]


Kredite

Kredite

Konsumkredit, Autokredit, Darlehen für Bauherrn
Jeder Kredit ist ein Darlehen, das Sie in Raten zurückzahlen. Bevor die Bank Ihrem Kreditantrag zustimmt, prüft sie Ihre finanzielle Bonität. Bei größeren Darlehen fordert die Bank Sicherheiten. Kleinere Ratenkredite werden ohne dingliche Sicherung vergeben, stattdessen wird häufig eine Gehaltsabtretung verlangt.

Beim Autokredit bleibt das Fahrzeug im Eigentum der Bank, bis Sie den Kredit voll abgetragen haben. Der Kreditgeber eines Hypothekendarlehens behält sich das Pfandrecht an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vor, bis Sie Darlehen und Zinsen vollständig zurückzahlen.

Beim Kredit­ver­gleich zählt der Effektivzins
Zusätzlich zum Nennzins fallen bei Krediten oft weitere Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Ausgabeaufschläge an. Jeder Kreditanbieter muss deshalb einen Effektivzins ausweisen, der alle Zusatzkosten enthält. Vergleichen Sie die Kreditangebote anhand dieses Effektivzins.

Restschuldversicherung möglichst vermeiden
Wenn Sie eine Restschuldversicherung abschließen, ist die Rückzahlung ihres Kredits gesichert, falls Sie während der Laufzeit zahlungsunfähig werden. Eine Restschuldversicherung verteuert den Kredit allerdings kräftig.


Teure Pflege

Teure Pflege

Heimpflege ist teuer: Trotz höherer Leistungen aus der gesetzlichen Pflege­ver­si­che­rung müssen Bewohner von Pflegeheimen immer mehr aus der eigenen Tasche dazuzahlen. Der Eigenanteil habe sich im Bundesdurchschnitt von Mai 2017 bis Juni 2018 um gut acht Prozent auf rund 1.831 Euro erhöht, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Ende Juli.
Am teuersten ist Heimpflege danach in Nordrhein-Westphalen. Hier betragen die Zuzahlungen im Durchschnitt 2.326 Euro monatlich. Am günstigsten kommt die Pflege vergleichsweise in Sachsen. Hier müssen Versicherte „nur“ 1.201 Euro selbst aufbringen. Die Zahlen basieren auf den Angaben von 11.000 der rund 13.000 vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland.
Die Wahrscheinlichkeit, mit zunehmendem Alter auf Pflege angewiesen zu sein, ist groß. Schutz vor hohen Pflegekosten bieten private Pflege­ver­si­che­rungen. Sie ergänzen die Leistungen der Pflege-Pflichtversicherung. Dafür haben Versicherer unterschiedliche Tarife im Angebot:
Eine Pfle­ge­ren­tenversicherung erbringt bei Pflegebedürftigkeit Monat für Monat die vereinbarte Rente. Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit einen festgelegten Betrag. Dessen Höhe richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit. Bei der Pflegekostenversicherung orientieren sich die Leistungen am Leistungskatalog der Pflichtversicherung. Sie unterscheiden zwischen häuslicher und stationärer Pflege sowie Kurzzeitpflege. Abgerechnet wird direkt mit der Einrichtung, welche die Pflege erbringt.

Für die private Pflege­ver­si­che­rung gilt: Je früher der Start, umso günstiger die Prämie. Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied. Während die Prämie in der Pflegetage- und Pflegekostenversicherung von Jahr zu Jahr kalkuliert wird und deshalb mit dem Alter steigen kann, ist er in der Pfle­ge­ren­tenversicherung für die gesamte Dauer garantiert. Deshalb bietet auch nur die Pfle­ge­ren­tenversicherung die Option, die Prämie für die gesamte Dauer mit einem einzigen Betrag zu zahlen. Dazu kann zum Beispiel die Kapitalzahlung aus einer ablaufenden Lebensversicherung oder einem Sparvertrag eingesetzt werden.


Hier sind wir zu finden


 
Schließen
loading

Video wird geladen...