Deutschlands Sparkönige

Deutschlands Sparkönige

Hesse müsste man sein. Zugegeben, nicht unbedingt wegen des Dialekts. Aber wenn es um das Thema Sparen geht, stehen die Hessen tatsächlich ganz oben. Rechnerisch können sich die Bewohner Hessens mit durchschnittlich 48.570 Euro über die höchsten Pro-Kopf-Spareinlagen in ganz Deutschland freuen. Mit deutlichem Abstand folgen die Hamburger; sie haben immerhin 31.000 Euro auf der hohen Kante. Auf dem dritten Platz im Bundesländer-Ranking nach den absoluten Sparsummen landet Bayern mit 26.756 Euro, wie eine aktuelle Auswertung der Postbank zeigt. Geldanlagen mit mehr als zwei Jahren Laufzeit oder Bausparverträge werden in diesen Zahlen allerdings nicht berücksichtigt.

Geld zu Geld? Der Zuwachs fällt in den einzelnen Bundeländern sehr unterschiedlich aus. Am stärksten haben die Menschen in Bayern ihre Rücklagen ausgebaut – um immerhin 2.124 Euro. Den niedrigsten Zuwachs erzielten Sparer in Sachsen-Anhalt. Ihre Ersparnisse wuchsen gerade mal um 276 Euro. Damit vergrößert sich der Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern weiter. Das aber dürfte nicht in erster Linie auf unterschiedlich ausgeprägte Fähigkeiten bei der Geldanlage zurückzuführen sein. Die Zahlen erzählen weitaus mehr über die Lebenswirklichkeit und Lebensbedingungen vieler Menschen. Sie spiegeln unter anderem den Anteil der Erwerbstätigen in der Bevölkerung, das Einkommensniveau und die Altersstruktur. Häufig gilt: Je älter die Menschen, umso weniger bleibt fürs Sparen übrig. Ihre Renten halten mit der Preisentwicklung kaum Schritt. Gerade die Ausgaben für Miete, Strom, Heizung und Wasser schlagen kräftig zu Buche. Statt ihr Guthaben mehren zu können, müssen viele Ältere auf ihre Reserven zurückgreifen. Vergleichsweise gut dran ist, wer anständig verdient und während seines Berufslebens für das Alter vorsorgen kann. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, wusste schließlich schon Erich Kästner.


Steuern runter, Rente rauf

Steuern runter, Rente rauf

Im Januar 2018 tritt das Betriebsrentenstärkungsgesetz in Kraft. Es soll helfen, die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland stärker zu verbreiten. Denn noch immer verzichtet fast jeder zweite Arbeitnehmer auf die Chance, eine Rente vom Chef zu bekommen.

In Zukunft will der Staat neue Wege in der bAV beschreiten. Wichtigste Neuerung auf diesem Weg ist das sogenannte „Sozialpartnermodell“. Das sind die Kernpunkte:

  • Im Sozialpartnermodell entscheiden die Tarifvertragsparteien über die bAV, also Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften.
  • Es gibt keine garantierten Leistungen. Das soll die Chance auf höhere Gewinne bei der Kapitalanlage verbessern. Ganz nach dem Motto: keine Chance ohne Risiko.
  • Kapitalabfindungen sind verboten.

Ob und in welcher Weise das Sozialpartnermodell die Ziele tatsächlich erreichen wird, ist unter Fachleuten umstritten. Denn gerade kleinere und mittelständische Betriebe fallen häufig nicht unter einen Tarifvertrag. Ob sie sich in Zukunft tariflichen Regelungen unterwerfen werden, bleibt abzuwarten.

Nicht abwarten müssen Arbeitnehmer. Sie können schon heute etwas unternehmen für mehr Rente im Alter. Die bisherigen Modelle für die bAV bleiben erhalten. Sie bieten überdies Garantien und damit kalkulierbare Leistungen. Wer Teile seines Einkommens für eine bAV einsetzt („Entgeltumwandlung“), spart Steuern und meistens auch Beiträge zur Sozialversicherung. Erst die späteren Renten sind abgabenpflichtig. Also lieber heute als morgen sparen, zumal Arbeitgeber in Zukunft durch Entgeltumwandlung eingesparte Beiträge weitergeben müssen.

Weitere Argumente für die bAV: Der steuerbegünstigte Beitragsaufwand steigt, und die Riesterförderung wird ebenfalls verbessert. Ein Teil der bAV-Rente wird in Zukunft nicht mehr auf Grundsicherung angerechnet. Sie wollen mehr wissen? Dann setzen Sie auf unsere unabhängige Beratung.


Langfinger auf dem Vormarsch Schützen Sie Ihr Heim vor Einbrechern

Langfinger auf dem Vormarsch Schützen Sie Ihr Heim vor Einbrechern

Der Trend ist alarmierend: Zwischen 2008 und 2015 stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland um rund 50 Prozent. Diese Entwicklung hat die Bundesregierung auf den Plan gerufen. Eigentümer und Mieter bekommen seit 2016 für Maßnahmen zum Einbruchschutz finanzielle Unterstützung. Die Nachfrage war so groß, dass der Etat schnell aufgezehrt war. Für 2017 wurden jetzt weitere Mittel bewilligt. Über die Vergabe entscheidet die staatliche Förderbank KfW.

Im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen / 159" gibt es zinsgünstige Kredite für Baumaßnahmen zur Einbruchprävention. An Umbaukosten mit einem Volumen zwischen 2.000 und 15.000 Euro beteiligt sich die KfW-Förderbank mit zehn Prozent (Zuschuss 455). Förderfähig sind Materialkosten und Handwerkerleistungen von Fachbetrieben. Eigenleistung und Planungskosten fallen also nicht darunter. Ebenfalls wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme über das KfW-Zuschussportal gestellt werden.

Gefördert wird zum Beispiel der Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren, Türspionen, Nachrüstsystemen für Türen und Fenster oder Alarmanlagen. Mieter, die Förderung beantragen wollen, brauchen die Zustimmung ihres Vermieters für die Umbaumaßnahme. Praktische Tipps zur Einbruchverhütung gibt´s bei der Polizei – im Internet ebenso wie in regionalen Beratungsstellen.

Vor den finanziellen Folgen eines Einbruchs schützt die Haus­rat­ver­si­che­rung, zumindest wenn die vereinbarte Versicherungssumme noch ausreicht. Sie sollte deshalb von Zeit zu Zeit überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Als nützlich erweist sich eine Liste, in der das gesamte Inventar aufgeführt ist. Sie hilft bei der Ermittlung der Versicherungssumme ebenso wie im Schadenfall. Kaufbelege und Fotos von besonders wertvollen Gegenständen sollten möglichst außerhalb der eigenen Wohnung verwahrt sein.


Was hilft: Rauchmelder retten Leben

Was hilft: Rauchmelder retten Leben

Es war ein Sonnabendmittag im November, als die Feuerwehr von Heiligenhaus zu einem Brand im 7. Stockwerk eines Hochhauses ausrücken musste. Von außen war zunächst nichts Verdächtiges zu entdecken. Auf eindringliches Klopfen und Klingeln hin öffnete der Mieter schließlich seine Wohnungstür. Er hatte sein Essen auf dem Herd vergessen und war darüber eingeschlafen. Mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurde er ins Krankenhaus gebracht, das er nach kurzer Zeit wieder verlassen konnte. Noch einmal Glück gehabt. Für die glückliche Rettung musste sich kein Schutzengel auf den Weg machen. Ein simpler Rauchmelder hatte mit seinem Alarm einen Nachbarn veranlasst, die Feuerwehr zu alarmieren.

Rauchmelder retten Leben – nicht nur in Heiligenhaus. In Deutschland sind sie in den meisten Bundesländern Vorschrift. Ende des Jahres läuft in Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland die Nachrüstfrist für Rauchmelder im Wohnungsbestand ab. Als letztes Bundesland macht Berlin zum 1. Januar 2017 bei Neubauten den Einbau zur Pflicht. Zuständig ist meistens der Eigentümer oder Vermieter. Nur in Mecklenburg-Vorpommern tragen die „Besitzer“ und damit auch Mieter die Verantwortung. In den anderen Bundesländern müssen Vermieter oft auch sicherstellen, dass Rauchmelder jederzeit betriebsbereit sind.

Manchmal können Rauchmelder auch den Versicherungsschutz retten. Denn bei einem Verstoß gegen die jeweilige Landesbauordnung müssen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung für Feuerschäden nicht immer in voller Höhe leisten. Noch hätten Versicherer von dieser Regelung keinen Gebrauch gemacht, sagt der zuständige Verband GDV. Für die Zukunft aber bietet das keine Garantie. Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Vertrag, der auch bei grob fahrlässiger Missachtung von Sicherheitsvorschriften zahlt.


Berufsunfähig: Wenn nichts mehr geht

Berufsunfähig:  Wenn nichts mehr geht

Die Beschäftigung boomt. Noch nie gab es in Deutschland so viele Berufstätige wie heute – 43,4 Millionen. Gerade qualifizierte Arbeitnehmer haben gute Karten. Ihr Einkommen steigt, und wenn sie den Job wechseln wollen, haben sie häufig die Wahl unter mehreren attraktiven Angeboten. Und wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt? Die gesetzliche Rentenversicherung zeigt sich in diesen Fällen k... [ mehr ]


Kredite

Kredite

Konsumkredit, Autokredit, Darlehen für Bauherrn
Jeder Kredit ist ein Darlehen, das Sie in Raten zurückzahlen. Bevor die Bank Ihrem Kreditantrag zustimmt, prüft sie Ihre finanzielle Bonität. Bei größeren Darlehen fordert die Bank Sicherheiten. Kleinere Ratenkredite werden ohne dingliche Sicherung vergeben, stattdessen wird häufig eine Gehaltsabtretung verlangt.

Beim Autokredit bleibt das Fahrzeug im Eigentum der Bank, bis Sie den Kredit voll abgetragen haben. Der Kreditgeber eines Hypothekendarlehens behält sich das Pfandrecht an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vor, bis Sie Darlehen und Zinsen vollständig zurückzahlen.

Beim Kredit­ver­gleich zählt der Effektivzins
Zusätzlich zum Nennzins fallen bei Krediten oft weitere Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Ausgabeaufschläge an. Jeder Kreditanbieter muss deshalb einen Effektivzins ausweisen, der alle Zusatzkosten enthält. Vergleichen Sie die Kreditangebote anhand dieses Effektivzins.

Restschuldversicherung möglichst vermeiden
Wenn Sie eine Restschuldversicherung abschließen, ist die Rückzahlung ihres Kredits gesichert, falls Sie während der Laufzeit zahlungsunfähig werden. Eine Restschuldversicherung verteuert den Kredit allerdings kräftig.


Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Das bringt das Pflegestärkungsgesetz II

Jeder zweite Deutsche hat Angst, im Alter zum Pflegefall zu werden. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet, denn im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, irgendwann auf Hilfe angewiesen zu sein. Im zurückliegenden Jahr erhielten mehr als 2,6 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflege­ver­si­che­rung. In diesem Jahr dürften es noch deutlich mehr werden, denn zum Jahreswechsel ist das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in Kraft getreten. Es vergrößert den Kreis der Anspruchsberechtigten. Während bislang nur Menschen mit körperlichen Gebrechen als pflegebedürftig eingestuft wurden, haben ab 2017 auch Hilfebedürftige mit geistigen und psychischen Problemen Anspruch auf Leistungen. Das kommt insbesondere Demenzkranken und ihren Angehörigen zugute.

Wie hoch die Leistung ist, hängt jetzt davon ab, wie viel Hilfe jemand benötigt. Der Hilfebedarf wird in fünf Pflegegraden bewertet. Sie lösen die bisherigen drei Pflegestufen ab. Die Überleitung erfolgt automatisch, ohne erneuten Antrag oder ein neues Gutachten. Zudem soll niemand, der bereits Pflegeleistungen bezieht, durch die Neuregelung schlechter gestellt werden, verspricht der Gesetzgeber. Für Pflegebedürftige, die erst nach dem 1.1.2017 Pflegeleistungen beantragen, gilt das allerdings nicht in jedem Fall.

Zur Finanzierung steigt der Beitragssatz für die gesetzliche Pflege­ver­si­che­rung um 0,2 Prozentpunkte. Er beträgt jetzt 2,55 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Kinderlose zahlen 0,25 Prozentpunkte mehr. Zur Erinnerung: Als die gesetzliche Pflege­ver­si­che­rung im Jahr 1995 eingeführt wurde, lag der Beitragssatz gerade mal bei einem Prozent. Trotz steigender Beiträge bietet sie nur eine Grundversorgung. Die tatsächlichen Pflegekosten sind oft deutlich höher. Wie die Bertelsmannstiftung ermittelt hat, kostet professionelle Pflege je nach Region zwischen 88 Euro (Jerichower Land und Zwickau) und 153 Euro täglich (Krefeld und Köln).

 Wer nicht allein auf staatliche Leistungen angewiesen sein will, sollte privat vorsorgen, zum Beispiel mit einer zusätzlichen Pfle­ge­ren­te oder einem Pflegetagegeld. Hier gilt: Je früher der Vertrag zustande kommt, umso niedriger der Beitrag. In einigen Fällen beteiligt sich sogar der Staat, wenn auch nur mit 60 Euro im Jahr.

 


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